Ninite: Programme installieren oder updaten ohne Müll

Gelegentlich sprechen mich ja Familie, Freunde, Freunde der Familie oder die Familie der Freunde an, ob ich nicht mal über ihre PCs / Laptops drüberschauen kann, weil irgendwas nicht tut wie es soll.

Oft stelle ich dann fest – insbesondere wenn der Eigentümer des PCs experimentierfreudig ist und viel mal eben runterlädt und ausprobiert – dass irgendwas installiert wurde und im Schlepptau irgendwelche Toolbars oder Werbung mitgebracht hat. Die üblichen Verdächtigen sind hier z. B. Programme zum Runterladen von Youtube-Videos, die tauchen jedenfalls auf meinem Radar ziemlich oft auf.

Es ist auch teilweise hinterlistig wie einem der Müll untergeschoben wird – gerne werden Formulierungen mit doppelter Verneinung gebraucht oder durch bedrohliche Popups beim Installieren impliziert, wenn man das jetzt abhake / nicht installiere würden fürderhin gar grauliche Dinge geschehen etc pp.

Darum heute mal der Hinweis auf Ninite.

Was macht Ninite? Ninite bietet als kostenlosen Service an ein Installationspaket zu schnüren. Dabei kann man aus einer vorgegebenen Auswahl von Software wählen, beispielsweise den VLC-Mediaplayer oder Java, Irfanview oder OpenOffice usw.; zum Schluss kriegt man per Klick eine einzelne Installationsdatei, die ohne weitere Interaktion des Benutzers die aktuellste Version der ausgewählten Software installiert.

Unerwünschter Werbemüll wird dabei ignoriert (also: nicht installiert). Ninite erkennt auch automatisch ob eine 32- oder 64-Bit Version benötigt wird und stellt – soweit möglich – die richtige Sprache bei der Installation ein. Letzteres allerdings abhängig von der Systemsprache, wer also sein Windows – aus welchen Gründen auch immer – auf englisch oder französisch betreibt kriegt auch die entsprechende Sprachversion des Programms. Die gesamte Installation läuft dabei heimlich, still und leise ab – keine Rückfragen, kein nerviges weiterklicken. Sofern der Benutzer etwas konfigurieren muss, wird das beim ersten Programmstart abgefragt.

Der Ninite-Installer enthält dabei nicht alle Setup-Dateien der gewählten Programme, sondern holt letztere direkt vom Hersteller. Das macht den Installer schlank und klein, so dass man ihn auch mal per Mail verschicken kann – ausserdem kann man den gleichen Installer immer wieder verwenden, er ist niemals veraltet. Andererseits schaut man in Szenarien ohne Internetverbindung natürlich in die Röhre, und wer seine Programme prinzipiell NICHT am Standardinstallationsort speichert ist auch erstmal gekniffen 🙂

Weiterhin kann man wunderbar beispielsweise einen Task erstellen, der den Installer in regelmässigen Intervallen ausführt und so die gewählte Software aktuell hält, selbst wenn sie selten benutzt bzw. gestartet wird, oder keine eigene Updatefunktion hat.

 

Ninite spart also eine Menge Zeit und Nerven. Schauts euch mal an.

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