Was ist eigentlich essentiell?

In der letzten Zeit habe ich mir oft Gedanken gemacht, was eigentlich mein neuer Status als “essentielle Arbeitskraft” bedeutet. Einerseits kann man daraus einen gewissen Stolz ziehen. Andererseits bedeutet jedes Privileg und jede Ehrung stets auch eine gewisse Verpflichtung, man sollte also vorsichtig prüfen welche man wirklich haben will.

Heute war ich also nach meinem Urlaub den ersten Tag wieder arbeiten, und als essentielle Arbeitskraft musste ich das heute in der Firma tun. Es gab auch tatsächlich Dinge zu tun, die meine physische Präsenz erforderten – zwei Hardware-Reparaturen an Laptops, und ein dritter der sich leider nicht mehr wiederbeleben liess. Dazu etwas Kleinkram, und vieles was sich definitiv remote hätte erledigen lassen können. Habe ich vor meinem Urlaub ja auch eine Woche lang remote gemacht.

Ich fürchte, der Grund für meine unabdingbare Anwesenheit ist derzeit ein anderer. Nennen wir Ihn “Tom”. Tom ist nämlich einer unserer BA-Studenten und diese Woche bei uns, um in die Abteilung reinzuschnüffeln. Nicht zu genau natürlich, nicht dass er einen Virus aufschnüffelt. Tom ist vermutlich auch essentiell, und da komme ich dann schon ins Grübeln, sowohl über die Bedeutung als auch über die Wertigkeit des Wortes “Essentiell”. Bitte nicht falsch verstehen – Tom ist ein dufter Kerl. Sowohl persönlich ein angenehmer Mensch, als auch fachlich bewandert.

Nur hat sein Berufswunsch mit IT herzlich wenig zu tun. Ich würde Ihn gerne nach diesem ganzen Chaos begrüßen dürfen, aber derzeit…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.